
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her….
….mit diesem Satz hat mir meine Mama in meinem Leben immer Mut gemacht und jetzt trifft er auf sie selber zu.
Heute ist es genau eine Woche her, wo sich mein Leben in nur einem Augenblick von einfach nur funktionieren auf endlich wieder glücklich sein verändert hat. Ich habe lange nichts von mir hören lassen, da ich tatsächlich nicht in der Lage war, mich auszudrücken, meine Gefühle zu verstehen und meine Kraft für etwas anderes einzusetzen, als für meine Mama.
Sie war im April 23 an Brustkrebs erkrankt, genau zwei Jahre nach der C-Impfung.
OP und Chemo lehnte sie ab, auf Grund der Erfahrungen bei meinem Vater vor 12 Jahren .
OP und Chemo lehnte sie ab, auf Grund der Erfahrungen bei meinem Vater vor 12 Jahren .
Die Entscheidung für das Monster
Und wir entschieden uns gemeinsam, die letzten Monate, vielleicht ein zwei Jahre so angenehm wie möglich für sie zu gestalten. Damals war sie 94 Jahre alt. Es lief auch soweit alles normal, bis Anfang 2025 dieses Monster begann, sich überdimensional in ihrer Brust auszubreiten. Dazu kamen wahnsinnige Schmerzen, die sie erleiden musste und eine komplette Einschränkung ihres bisherigen Lebens. Angst, keine Lebensfreude mehr, keinen Ausweg aus der Situation, aber einen unerschütterlichen Willen, niemals in ein Pflegeheim gehen zu wollen. Das alles hat sich unaufhaltsam in meinem Herzen und meiner Seele breit gemacht, dass ich manchmal nicht mehr wusste, was ich tun kann, um ihr das Leben etwas zu erleichtern und trotzdem ihre Wünsche zu respektieren. Und vor allem war es für mich sehr schwer, mit alldem irgendwie umzugehen.
Ein Versuch, das Monster zu bekämpfen
Dann, nach anfänglichem Zögern, war sie doch bereit, sich ihrer Hausärztin anzuvertrauen. Da konnten wir wenigstens eine gute Schmerzeinstellung bewirken, die dann auch recht schnell anschlug. Trotzdem wuchs das Ding weiter und weiter und dann entschied sie sich auf Anraten ihrer Ärztin zu einer Bestrahlung, um wenigstens das Wachstum etwas einzudämmen. Die riesengroße Brust von der Größe eines großen Kopfes belastete sie und unsere Familie natürlich sehr, da keiner von uns und von den Ärzten so etwas Abartiges je gesehen hatte.
Im Juni waren wir dann täglich 4 Wochen lang zur Bestrahlung im Krankenhaus, das habe ich mit ihr durchgezogen und sie hat es erstaunlich gut weggesteckt. Alle Ärzte und Schwestern haben sich immer über sie gewundert, wie sie das alles mit nun mittlerweile 96 Jahren tapfer meistert. Nach vier Wochen tat sich nicht viel, das Monster hielt sich hartnäckig und nichts, was vermutet und erhofft wurde, trat ein. Der Tumor sollte eigentlich abgetötet werden, aber wir konnten nicht glauben, wie das gehen sollte.
Ich habe in dieser ganzen Zeit täglich meiner Mama beigestanden und bei allem geholfen, was nur ging und habe mich dabei fast selbst verloren. Aber mein Ben hat mich immer wieder aufgebaut, mir Kraft gegeben und auch manchmal aus dem ganzen Kreislauf heraus geholt, damit ich das Leben noch spüren kann. Denn die Angst, sie zu verlieren, war immer präsent.
Im Juni waren wir dann täglich 4 Wochen lang zur Bestrahlung im Krankenhaus, das habe ich mit ihr durchgezogen und sie hat es erstaunlich gut weggesteckt. Alle Ärzte und Schwestern haben sich immer über sie gewundert, wie sie das alles mit nun mittlerweile 96 Jahren tapfer meistert. Nach vier Wochen tat sich nicht viel, das Monster hielt sich hartnäckig und nichts, was vermutet und erhofft wurde, trat ein. Der Tumor sollte eigentlich abgetötet werden, aber wir konnten nicht glauben, wie das gehen sollte.
Ich habe in dieser ganzen Zeit täglich meiner Mama beigestanden und bei allem geholfen, was nur ging und habe mich dabei fast selbst verloren. Aber mein Ben hat mich immer wieder aufgebaut, mir Kraft gegeben und auch manchmal aus dem ganzen Kreislauf heraus geholt, damit ich das Leben noch spüren kann. Denn die Angst, sie zu verlieren, war immer präsent.
Unsicherheit machte sich breit
Am 31.07. war dann Nachkontrolle und der Arzt war auch verwundert, dass alles noch so war wie vor der Bestrahlung. Ich habe ihm seine Unsicherheit angesehen, machte ihm allerdings keinen Vorwurf. Wir wussten, auf was wir uns einzustellen hatten und auch damit haben wir versucht, gelassen umzugehen. Allerdings schickte er uns noch einmal ins Brustzentrum, um dort noch eine letzte Untersuchung machen zu lassen, was wir schlussendlich auch taten, um zu sehen, was denn in der Brust los ist. Trotzdem etwas widerwillig haben wir auch das noch in Kauf genommen, da es meiner Mama natürlich immer schwerer viel, mit diesem Gewicht lange Wege zu laufen bzw. irgendwo rum zu sitzen.
Dann saßen wir im Wartebereich, stundenlang, da der Arzt andere wichtige Dinge auf Station zu tun hatte. Wir mussten ganz viel Elend mit ansehen, aber auch eine Dame, deren Brustimplantat geplatzt war und die jetzt dort Panik verbreitete (Sie war die Kategorie aufgespritzte Lippen und dicke Brüste) Da hatten wir auch unseren Spaß.
Dann saßen wir im Wartebereich, stundenlang, da der Arzt andere wichtige Dinge auf Station zu tun hatte. Wir mussten ganz viel Elend mit ansehen, aber auch eine Dame, deren Brustimplantat geplatzt war und die jetzt dort Panik verbreitete (Sie war die Kategorie aufgespritzte Lippen und dicke Brüste) Da hatten wir auch unseren Spaß.
Dann geschah das Wunder
Lange Rede kurzer Sinn, wir waren nach fast zwei Stunden fast soweit zu gehen, da nichts passierte und wir auch nicht wussten, was auch passieren sollte. Es kann sowieso keiner helfen. Und auf einmal steht der Oberarzt vor uns, schnappt sich die Mama, führt sie in einen Raum mit einem Ultraschallgerät und sagt ihr, das bekommen wir alles hin. Ich war ja immer dabei und konnte nicht nachvollziehen, was er denn meinte. Sie lag nun mit diesem Monster auf der Liege, der Arzt war auch erstaunt darüber, machte den Ultraschall und setze dann eine Kanüle an über einem Eimer und ließ 3 Liter Flüssigkeit aus der Brust ab. In der Zwischenzeit erklärte er uns, was passiert war und ich war fassungslos vor Freude und auch Unverständnis, dass uns das vorher niemand so erklärt hatte. Der Tumor war tatsächlich durch die Bestrahlung zerstört, hat sich selbst aufgelöst und dadurch ist ganz viel Flüssigkeit entstanden, die aber nirgendwo hin konnte und deshalb immer noch in der Brust war.
Nach ca. 30 Minuten war alles vorbei und es lag eine ganz andere Mama auf der Liege. Völlig verwirrt, nicht glauben zu können, dass sie frei war und vollkommen erleichtert. Wir sind nach Hause gefahren und konnten es nicht fassen. Der Arzt hat sie so fürsorglich behandelt und alles erklärt, dass wir die Welt nicht mehr verstanden haben vor Freude.
Nach ca. 30 Minuten war alles vorbei und es lag eine ganz andere Mama auf der Liege. Völlig verwirrt, nicht glauben zu können, dass sie frei war und vollkommen erleichtert. Wir sind nach Hause gefahren und konnten es nicht fassen. Der Arzt hat sie so fürsorglich behandelt und alles erklärt, dass wir die Welt nicht mehr verstanden haben vor Freude.
Ein neues Leben fügte sich ins alte
Am Sonntag dann haben wir alles nochmal zusammen besprochen und nachvollzogen und seitdem habe ich meine Mama wieder. Sie kommt täglich mehr zu Kräften, fängt wieder an, die Dinge zu erledigen, zu denen sie keine Lust und Kraft mehr hatte, ist ein völlig neuer Mensch geworden und ich bin einfach nur dankbar, das zu erleben. Sie kann ihr Leben wieder allein gestalten in ihrer gewohnten Umgebung und vielleicht geht sie ja auch bald wieder mit mir zum wöchentlichen Einkaufen, was sie seit 7 Monaten nicht mehr gemacht hat, damit niemand dieses Monster sieht. Ich bin voller Dankbarkeit und Demut, mit ihr noch einige schöne Jahre erleben zu dürfen.
Fazit
Warum schreibe ich diese sehr privaten Zeilen? Es gibt viele Menschen da draußen, denen wir Mut machen möchten, auch in den aussichtslosesten Situationen nicht aufzugeben. Es gibt immer irgendwo eine Lösung, auch wenn sie im Moment unbequem erscheint….Am Ende wird meistens alles gut. Natürlich wissen wir, dass unsere Lebenszeit hier begrenzt ist, aber die verbleibende Zeit sollte von jedem mit allen Möglichkeiten genutzt werden, vor allem aber in Würde als Mensch und in Freiheit, seine Entscheidungen zu respektieren. Und natürlich ist die Gesundheit das Wichtigste. Bitte achtet auf euch.
Eure Ute


